Was man von Instastorys der Medienunternehmen lernen kann

Facebook, Twitter, Instagram und Co sind nicht nur bei Privatpersonen, sondern auch bei großen Medienhäusern nicht mehr wegzudenken. Seit etwas mehr als einem Jahr ist nun auch die Instastory Teil des Arbeitsalltags. Wie man ansprechende und gefragte Stories erstellt, erzählt Denise Grill, Online-Redakteurin bei der Wienerin, im Video. 

 

Instastorys – Beiträge, die für nur 24 Stunden sichtbar sind

Die Instagram Storys gibt es seit August 2016 und bieten den Nutzern die Möglichkeit Fotos oder Videos für maximal 24 Stunden hochzuladen – danach verschwinden sie automatisch. Storys machen dann Sinn, wenn es sich um einen aktuellen oder zeitbegrenzten Inhalt handelt, der nicht allzu lange relevant ist. Seit Dezember 2017 gibt es nun auch eine Archivfunktion. Damit können Storys abgespeichert und auf längere Zeit abrufbar sein. Das bietet sich zum Beispiel für Erklärvideos oder Dokumentationen an – also für Inhalte, die länger relevant sind.

Der User, der die Instastory hochgeladen hat, bekommt Einblicke, welche Nutzer seine Posts gesehen oder bei Umfragen abgestimmt haben. Neben dem Umfrage-Tool gibt es noch einige weitere wie unter anderem Standort-Sticker, Hashtags, das @-Zeichen um Personen zu markieren, Boomerang-Videos oder auch das “Swipe up”. Letzteres ist jedoch nur für Accounts mit mindestens 100.000 Followern möglich. Es bietet den Nutzern die Möglichkeit durch das Nachobenziehen einen Link, meist den Onlineartikel des Unternehmens, zu öffnen um so mehr Information zu erhalten. Auch die Live-Übertragung ist für Events oder große Ankündigungen ein wichtiges Tool.

Für Medienhäuser werden Instastorys immer wichtiger

Im Gegensatz zu normalen Instagram-Posts, kann man bei den Storys auch Links einfügen, was gerade für Unternehmen, die sich durch Klicks finanzieren, viel Sinn macht, erklärt Eva Niederwimmer von der Standard. Damit ist es möglich auf Artikel auf der eigenen Website zu verweisen. Egal ob Medienunternehmen oder nicht, Instastorys bringen innerhalb kürzester Zeit viele Menschen auf seine Seite und verhelfen die eigene Marke zu stärken. „Es ist sonst wirklich verschenkt, wenn man es nicht macht“, so Denise Grill von der Wienerin.

Die Medienwelt steht diesem Feature positiv gegenüber

„Instagram Stories soll machen, wer etwas erzählen will und kann“ schreibt uns Thomas Brezina via Instagram-Direktnachricht. Er selbst postet seit über einem Jahr mehrmals die Woche. Wenn seine Follower in seiner Story mitmachen können, erhält er hunderte Fotos. So richtig geplant seien nur seine Krimi-Posts. Der Rest komme wie es ihm gerade einfällt – dennoch sei es ihm wichtig, dass sich daraus eine Geschichte gestalten lässt, teilt er uns mit.

Sowohl beim Standard als auch bei der Wienerin ist die Online-Redaktion für die Inhalte der Storys zuständig. Ein bis zwei Redakteure sind pro Tag für den Content verantwortlich. Der Standard veröffentlicht pro Tag mindestens sechs Instastorys. Sie sollen eine Mischung aus Soft- und Hardnews ergeben und die wichtigsten Nachrichten beinhalten. Bei der Wienerin sind es mindestens vier pro Tag – meist zwei vormittags und zwei abends. Diese fallen in die bereits bestimmten Rubriken und spezialisieren sich auf den Online-Content. Weiters bieten sich Instastorys für das Anteasern von Gewinnspielen oder Umfragen perfekt an.

Mit all dem Wissen stehen guten Insta Stories nun nichts mehr im Wege!

Von Andrea Gabriel und Nadine Hobbiger